Dienstag, 25. März 2014

"Worte sind wertvoll"-Flashmob in Ulm:
Zeitungsredakteure stehen für Qualitätsjournalismus



Bei einem Flashmob haben die Redakteure der Südwest-Presse, der Heidenheimer Zeitung, des Reutlinger Generalanzeigers, der Ludwigsburger Kreiszeitung und der Augsburger Allgemeinen heute Mittag eine gemeinsame Botschaft auf den Ulmer Münsterplatz geschrieben: "Worte sind wertvoll" war dort in übergroßen Buchstaben zu lesen, geformt aus rund 200 Journalisten. 
Damit bekräftigten die Zeitungsredakteure, dass Qualität für sie zum Selbstverständnis des Berufsstands gehört. Seit Sommer 2013 verhandeln Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger, Deutscher Journalistenverband und dju in ver.di über neue Tarifverträge für die rund 14000 Journalisten an deutschen Tageszeitungen. Die Zeitungsverleger wollen unter anderem die Einkommensentwicklung von Redakteuren an die jeweilige regionale Kaufkraft binden, die Ausbildungszeit der Volontäre von zwei auf drei Jahre verlängern, Jungredakteure drei statt bisher zwei Jahre lang in befristeten Arbeitsverträgen beschäftigen und das Weihnachts- und Urlaubsgeld senken. Die Gewerkschaften versuchen, solche Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen mit der Forderung nach Gehaltserhöhungen von bis zu sechs Prozent abzuwehren.
Auch in München streikten gestern Mitarbeiter von Süddeutscher Zeitung, Münchner Merkur und TZ. Auf der Herreninsel im Chiemsee trafen sich Streikende des Oberbayerischen Volksblattes. Redakteure und Verlagsangestellte der Allgäuer Zeitung gingen in Kempten auf die Straße.
Gestern hatten auch Redakteure und Verlagsangestellte der Nürnberger Nachrichten, der Nürnberger Zeitung und der Fränkischen Landeszeitung für einen Tag die Arbeit niedergelegt. 






Bilder: Bernhard Weizenegger

Kommentare:

  1. Doppeltes die in Zeile 10

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  2. Danke für den Hinweis! Das Wort "die" war in Zeile zehn doppelt. Jetzt ist der Fehler korrigiert.

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