Montag, 27. Februar 2012

350 Journalistinnen fordern eine
Frauen-Quote in Deutschlands Medienhäusern

350 Journalistinnen aus ganz Deutschland machen sich gemeinsam für eine Frauen-Quote in den Medienhäusern der Republik stark. In einem offenen Brief, der jetzt rund 250 Chefredakteuren und Verlegern in Deutschland auch persönlich zugestellt wurde, fordern sie, "dass mindestens 30 Prozent der Führungspositionen in den Redaktionen im Laufe der nächsten fünf Jahre mit Frauen besetzt werden – und zwar auf allen Hierarchiestufen."

Und sie stellen fest: "Wer bestimmt, was in der Zeitung steht? Was im Radio und Fernsehen läuft? Fast immer: Männer"

Auf ihrer Homepage pro-quote.de haben die Unterstützerinnen zudem Zitate hinterlassen, mit denen sie auf ihr Anliegen aufmerksam machen.

ARD-Moderatorin Anne Will etwa erklärt:
"Unser Beruf lebt von klaren, kritischen Haltungen, von einem sauberen Blick auf Missstände. Dass nur ein Bruchteil der Führungspositionen in den Rundfunkanstalten und Verlagshäusern von Frauen besetzt ist, ist ein katastrophaler Missstand. Ohne Quote ändert sich daran - offensichtlich - nichts. Deshalb brauchen wir sie unbedingt."

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