Dienstag, 31. Januar 2012

Wolf Schneider und das Problem
mit den Textschrubbern

Wolf Schneider, den meedia.de den "Grandseigneur der Journalistenausbildung" nennt, hat es sich offenbar mit weiten Teilen der Online-Welt verscherzt. Gemeinsam mit Paul-Josef Raue hat er sein "Handbuch des Journalismus" um ein Kapitel zum Online-Journalismus erweitert. Das Dumme dabei: Die beiden stellen nicht nur das Berufsfeld "als Müllschlucker" dar (Christian Jakubetz), sondern glänzen offenbar mit "Unkenntnis" und "platten Klischees" (sic) und geben auch noch ein Zitat falsch wieder:

Thomas Knüwer von Wired nämlich wird von ihnen mit den Worten zitiert: "Online-Redakteure sind die dummen Textschrubber, die nichts können." Eigentlich aber hat der sich doch etwas anders geäußert. In einem Interview mit dem Journalist nämlich sagte Knüwer: "Aber Onliner sind aus Sicht vieler Printkollegen nur die dummen Textschrubber, die nichts können."

Wolf Schneider und Paul-Josef Raue jedenfalls äußern sich in ihrem Kapitel Online-Journalismus ebenfalls zu dem Thema. Und sie schreiben, tatsächlich aus ihrer eigenen Sicht: "Der Dialog im Internet besteht zum Großteil aus Schwachsinn und Dampfplauderei; er kostet mehr Zeit als er Gewinn bringt."

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