Donnerstag, 7. Juli 2011

Augsburger Thesen

1. Eine Demokratie ohne aufmerksame und kritische Medien funktioniert nicht. Politik und Wirtschaft müssen kontrolliert werden. Das können nur unabhängige Journalisten.

2. Egal, was passiert: Immer muss es darum gehen, so objektiv wie möglich darüber zu berichten. Alle Betroffenen müssen gehört und unvoreingenommen behandelt werden. Das können nur seriöse Journalisten.

3. Eine fundierte Recherche braucht Zeit und Durchsetzungsvermögen. Jeder noch so gute Text bedarf einer qualifizierten Bearbeitung. Das können nur sorgfältig ausgebildete Journalisten.

4. Täglich entstehen Tausende neuer Informationen. Viele stammen aus PR-Abteilungen von Unternehmen, Parteien und Organisationen. Die Nachrichten müssen sortiert, gefiltert und bearbeitet werden. Das können nur verantwortungsbewusste Journalisten.

5. Die Zukunft der Medien hängt von der Qualität des journalistischen Nachwuchses ab. Verantwortungsbewusst schreiben, sorgfältig recherchieren, seriös berichten - unabhängig sein: Das können nur fair bezahlte Journalisten.

Text: Andreas Frei, Josef Karg, Manuela Mayr,
Holger Sabinsky, Daniel Wirsching, Karin Seibold

Kommentare:

  1. Aktion in Augsburg?
    Ich hoffe auch die Redakteure der "Augschburger Allgemeinen" wurden informiert.
    Irgendwann vor zwei Jahren habe ich diese Zeitung abbestellen müssen, um mich vor mieser Journalistik zu schützen. Egal ob auf Papier oder im Internet:
    Diese Art von Journalismus ist für mich fragwürdig, menschenverachtend und unfallausschlachtend.

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  2. Dieser Meinung kann man sein. Mehr als 900000 Leser sind es nicht. ;)

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  3. Ich bin sicher, dass Redakteure des Augsburger Allgemeinen da sein werden.

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  4. Ähmm. Ich kapiers net. Um was geht es bei dieser Aktion? Um Tarifverhandlungen oder um guten Journalismus, welcher - nebenbei bemerkt - keineswegs eine objektive Größe ist. Ja Journalisten erfahren nicht mehr allzuviel Wertschätzung, aber das journalistische Niveau hat auch gehörig abgenommen; was ist Ursache und was ist Wirkung. Und welche Rolle spielt das liebe Geld? Nicht von ungefähr hat man ja schließlich auf mehr auf Geschwindkeit / Aktualität (?) denn auf Qualität gesetzt. Und sagen wir's mal so: Was bringt der beste Journalismus ohne Leser.
    Ansonsten: schönes Projekt.

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