Donnerstag, 27. März 2014

"Worte sind wertvoll"-Flashmob in Ulm
Das Video zur Entstehung

"Worte sind wertvoll"-Flashmob am 25. März 2014 in Ulm: 
Dieses Video zeigt, wie sich rund 200 Journalisten zu einer Botschaft aus Menschen formten. War garnicht so einfach


video
Kamera: Bernhard Weizenegger

Dienstag, 25. März 2014

"Worte sind wertvoll"-Flashmob in Ulm:
Zeitungsredakteure stehen für Qualitätsjournalismus



Bei einem Flashmob haben die Redakteure der Südwest-Presse, der Heidenheimer Zeitung, des Reutlinger Generalanzeigers, der Ludwigsburger Kreiszeitung und der Augsburger Allgemeinen heute Mittag eine gemeinsame Botschaft auf den Ulmer Münsterplatz geschrieben: "Worte sind wertvoll" war dort in übergroßen Buchstaben zu lesen, geformt aus rund 200 Journalisten. 
Damit bekräftigten die Zeitungsredakteure, dass Qualität für sie zum Selbstverständnis des Berufsstands gehört. Seit Sommer 2013 verhandeln Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger, Deutscher Journalistenverband und dju in ver.di über neue Tarifverträge für die rund 14000 Journalisten an deutschen Tageszeitungen. Die Zeitungsverleger wollen unter anderem die Einkommensentwicklung von Redakteuren an die jeweilige regionale Kaufkraft binden, die Ausbildungszeit der Volontäre von zwei auf drei Jahre verlängern, Jungredakteure drei statt bisher zwei Jahre lang in befristeten Arbeitsverträgen beschäftigen und das Weihnachts- und Urlaubsgeld senken. Die Gewerkschaften versuchen, solche Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen mit der Forderung nach Gehaltserhöhungen von bis zu sechs Prozent abzuwehren.
Auch in München streikten gestern Mitarbeiter von Süddeutscher Zeitung, Münchner Merkur und TZ. Auf der Herreninsel im Chiemsee trafen sich Streikende des Oberbayerischen Volksblattes. Redakteure und Verlagsangestellte der Allgäuer Zeitung gingen in Kempten auf die Straße.
Gestern hatten auch Redakteure und Verlagsangestellte der Nürnberger Nachrichten, der Nürnberger Zeitung und der Fränkischen Landeszeitung für einen Tag die Arbeit niedergelegt. 






Bilder: Bernhard Weizenegger

Montag, 24. März 2014

Achtung! "Worte sind wertvoll" plant einen Flashmob!

Wir waren in Augsburg, Stuttgart, Mannheim, Berlin und München. Mit Eurer Hilfe haben wir dort schöne Aktionen gemacht, um für das zu werben, was uns allen wichtig ist: Qualitätsjournalismus. Jetzt kommen wir wieder. Und freuen uns, verkünden zu können:

"Worte sind wertvoll" ist zurück - wir machen einen Flashmob!
Treffpunkt ist morgen, 25. März, um 12 Uhr mittags am Ulmer Münsterplatz.

Bitte teilt das und kommt vorbei! Wir brauchen Euch! Und wir freuen uns auf Euch!

Sonntag, 18. August 2013

Heiter bis wolkig:
Die Debatte um die Zukunft der Zeitung

Die Zeitungsdebatte ist ausgebrochen. Spätestens seit Springer seine Regional-Blätter an den WAZ-Funke-Konzern verkaufte und der Spiegel zur Diskussion über die Zukunft des Journalismus rief, kann nun auch der letzte Leser einen Blick auf die dunklen Wolken werfen, unter denen sich viele in der Branche seit Jahren wegducken.

Eine Auswahl der bisher bemerkenswertesten Beiträge:

"Printprodukte nur digital zu vermarkten, das ist so wenig die große Lösung wie Bezahlmodelle für Online-Journalismus." - so eröffnete Cordt Schnibben am 4. August auf spiegel.de die öffentliche Diskussion mit der Frage: "Brauchen wir noch Tageszeitungen, und wenn ja, welche?"

Olivenöl statt Journalismus - mit seinem Beitrag "Lieber Journalismus, wir müssen reden" kehrte Michalis Pantelouris der Welt der unabhängigen Berichterstattung den Rücken - und sorgte damit für einiges Aufsehen. "Statt sich durch die Hintertür zu verabschieden, sollten Journalisten aufstehen und sagen: Nicht mit uns!", konterte etwa Thilo Komma-Pöllath auf meedia.de.

Ein winziger Sonnenstrahl blinkte kurz durch die Gewitterwolken, als bekannt wurde, dass Amazon-Gründer Jeff Bezos die Washington Post kauft. Plötzlich mache "alles wieder Sinn", freute sich etwa Karsten Lohmeyer.

Stefan Niggemeier warf unterdessen für faz.net einen Blick auf die "Schöne neue Springer-Welt" und befand: "Der Chefredakteur als sympathischer Wuschelnerd, der Vorstandsvorsitzende im Kapuzenpulli - das sind Teile einer Inszenierung, mit der Springer um Liebe und Anerkennung buhlt. Nicht mehr bei den alten Zeitungsfreunden. Bei einer neuen Zielgruppe: den Geeks und Entrepreneurs, den Hackern, den zukünftigen Herrschern der Medienwelt."

Im Rahmen der Spiegel-Debatte erklärte Stephan Weichert: "Es ist hilfreich, wenn sich die Verleger auch mit alternativen Finanzierungsmodellen befassen." Richard Gutjahr spekulierte: "Wenn Qualität, Auswahl, Preis und Abrechnungsprozedur stimmen, sind die Menschen im Netz bereit, sogar für virtuelle Gaga-Güter - wie zum Beispiel Schlumpfbeeren - zu bezahlen." Und Konrad Lischka brachte die Ängste der ganzen Branche auf den Punkt: "In zehn, fünfzehn Jahren funktioniert das Geschäftsmodell der Regionalzeitungen nicht mehr."

Adam Soboczynski stellte daraufhin für zeit.de fest: "Seit sich der Axel Springer Verlag von seinen Regionalzeitungen getrennt hat, findet ein Überbietungswettbewerb im Niederreden des Journalismus statt, als ginge es darum, möglichst effizient Leser und Anzeigenkunden zu vergraulen."

Und Sascha Lobo fasste zusammen: "Jeder einzelne bisherige Teilnehmer der Debatte empfiehlt als Lösung der Zeitungskrise letztlich: sich selbst."

Auf faz.net ist zu lesen, was Stefan Schulz von alldem hält: "Journalismus war nie so erfolgreich wie heute", heißt es da. Und auch die Vorzüge des auf Papier gedruckten Journalismus werden erklärt: "Eine Zeitung ist für jeden Leser dieselbe, und sie bleibt nach Erscheinen unverändert. (...) Das Angebot, das Zeitungen bieten, lautet „Wahrheit“."

Mathias Döpfner übrigens hatte, gleich nach dem Verkauf von "Abendblatt", "Berliner Morgenpost" und Co, der "Schweiz am Sonntag" ein Interview gegeben. "Ich finde", sagte er dabei, "dass Journalist der schönste Beruf der Welt ist - und seine beste Zeit noch vor sich hat."

Donnerstag, 29. November 2012

Versprochen, gebrochen?

Mal wieder ein Schirrmacher, für alle, die ihn noch nicht gelesen haben. An einer Stelle schreibt er: 

„Das Schlimme ist, schaut man beispielsweise auf die Sparmaßnahmen in Regionalzeitungen, dass Selbstausbeutung jetzt überall institutionalisiert zu werden beginnt.“

Dienstag, 27. November 2012

Verleger wollen weniger Steuern zahlen

Der Präsident des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Helmut Heinen, fordert, dass die Mehrwertsteuer auf Zeitungen abgeschafft wird. Staatliche Förderungen, wie sie auch Radiostationen, Fernsehsender und Internetauftritte des öffentlich-rechtlichen Rundfunks erhalten, sieht er für Zeitungsverlage mit deren Print- und Onlineprodukten als "problematisch" an.

Das komplette Interview gibts in der faz-community hier zu lesen.

Donnerstag, 22. November 2012

Zeitungskrise? Alles wird gut!

"Zu viele Verleger und Journalisten sind verunsichert und richten deshalb Schaden an. Auf Podien und in Interviews wird verbissen das Papier verteidigt oder der Untergang des Qualitätsjournalismus im bösen Internet beklagt," schreibt Mathias Döpfner, der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer AG. Und er erklärt: "Journalismus ist doch nicht vom Trägermedium, vom Papier allein abhängig."

Deshalb, ist Döpfner sicher: "Der Journalismus hat das Beste noch vor sich."

Hier gehts zum Link.

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