Mittwoch, 11. April 2012

14 Thesen zur Rettung des Journalismus...

...hat der SPD-Medienstaatssekretär Marc Jan Eumann in seinem neuen Buch "Journalismus am Abgrund" zusammengestellt.

Unter anderem heißt es darin: "Die Digitalisierung verändert alles" und "Leser können mehr als lesen." Zudem schlägt Eumann vor, einen Teil der neuen Rundfunkausgabe für Zeitungen zu verwenden.

Alle Thesen gibt es auf www.eumann.de.

Freitag, 2. März 2012

Wie Journalisten ticken...

...hat Sebastian Matthes, Redakteur der Wirtschaftswoche, in acht Thesen zusammengefasst. So will er PR-Beratern helfen, ihre Nachrichten in den Medien zu platzieren. Die Homepage pr-professional.de hat seine Thesen veröffentlicht. Darin heißt es unter anderem:

Journalisten "ignorieren (...) Information, wenn sie nicht binnen Sekunden verstehen worum es geht". Und: "EMails mit der Betreffzeile ´Presseinformation` werden bei vielen Journalisten direkt ausgefiltert."

Wir finden: Er hat recht. Im Grunde sind Journalisten schließlich auch nur Leser. Und wahrscheinlich ist das gut so.

Donnerstag, 1. März 2012

Am Tag, als die Deister-Leine Zeitung starb

(...) "So viel passiert hier auch nicht, als dass sich täglich eine ganze Zeitung mit spannenden Lokalgeschichten füllen ließe, jedenfalls nicht mit einem Personal von nur vier festangestellten Redakteuren und einigen freien Mitarbeitern. In der vorletzten Ausgabe der "DLZ" berichtet das Blatt auf dem prominentesten Platz der Barsinghausen-Seite über einen Stau vor der Grundschule: "Wildes Parken im Wendehammer ein Problem", und im Sportteil schlagen die Schachfreunde Barsinghausen den SV Springe im Dreisterderby.

Die Aufmacherseite, gestaltet von einer Mantelredaktion, bestimmen Themen, die jeder Barsinghausener wohl bereits aus Internet und Tagesschau kennt: die Griechen-Hilfe, die Oscars, der "Maskenmann" und der globale Waffenhandel. Dafür ein Abo abschließen wollten immer weniger." (...)

Eine traurige Geschichte. Spiegel Online begleitet eine Lokalzeitung an ihren letzten Tagen..

Montag, 27. Februar 2012

350 Journalistinnen fordern eine
Frauen-Quote in Deutschlands Medienhäusern

350 Journalistinnen aus ganz Deutschland machen sich gemeinsam für eine Frauen-Quote in den Medienhäusern der Republik stark. In einem offenen Brief, der jetzt rund 250 Chefredakteuren und Verlegern in Deutschland auch persönlich zugestellt wurde, fordern sie, "dass mindestens 30 Prozent der Führungspositionen in den Redaktionen im Laufe der nächsten fünf Jahre mit Frauen besetzt werden – und zwar auf allen Hierarchiestufen."

Und sie stellen fest: "Wer bestimmt, was in der Zeitung steht? Was im Radio und Fernsehen läuft? Fast immer: Männer"

Auf ihrer Homepage pro-quote.de haben die Unterstützerinnen zudem Zitate hinterlassen, mit denen sie auf ihr Anliegen aufmerksam machen.

ARD-Moderatorin Anne Will etwa erklärt:
"Unser Beruf lebt von klaren, kritischen Haltungen, von einem sauberen Blick auf Missstände. Dass nur ein Bruchteil der Führungspositionen in den Rundfunkanstalten und Verlagshäusern von Frauen besetzt ist, ist ein katastrophaler Missstand. Ohne Quote ändert sich daran - offensichtlich - nichts. Deshalb brauchen wir sie unbedingt."

Dienstag, 21. Februar 2012

Warum die App der Traum jedes Verlegers ist

Mit Nachrichten-Apps wird bisher vor allem Geld verbrannt, aber keines verdient. Trotzdem brennt bei den deutschen Zeitungsverlagen das App-Fieber weiter. "Die App ist der Traum des Verlegers, weil sie ein geschlossenes Produkt ist, das einen Anfang und ein Ende hat, und der Inhalt dazwischen lässt sich kontrollieren. Man kann wieder Autos und Kosmetikprodukte und Reise zusammenbinden, wie in der Zeitung, und aus diesen Branchen Anzeigenkunden gewinnen", sagt Freitag"-Verleger Jakob Augstein im Interview mit Ulrike Langer und Stephan Weichert.

Mehr über Augsteins Ansichten zu künftigen Finanzierungsmodellen des Journalismus, die App-Begeisterung der Presseverlage und die künftige Rolle von Lesern und Usern bei Vocer.

Sonntag, 19. Februar 2012

Was Joachim Gauck über
die Pressefreiheit zu sagen hat...

...hat er schon im Dezember 2011 für das Projekt 20zwoelf.de in einem kurzen Video erklärt.

Joachim Gauck sagt: "Wer für die Freiheit ist, muss für die Pressefreiheit sein."

Und er erklärt: „Der Wert der Pressefreiheit, der offenen Kommunikation, konkurriert manchmal mit anderen Werten. Menschen wollen Sicherheit, wollen geschützt werden in ihrer Würde.“ Deshalb gebe es auch Einschränkungen, so Gauck. „Aber die müssen besprochen und offengelegt werden, genau beschrieben und begründet werden – dann kann man sie auch akzeptieren.“

Das Portal 20zwoelf.de, betrieben von Schülern der Axel Springer Akademie, hat Joachim Gauck - angeblich ohne sich auf den Fall Christian Wulff zu beziehen - am 16. Dezember 2011 zu diesem Thema befragt. Als die Aufzeichnung entstanden sein soll, stand Wulff allerdings schon in der Kritik. Am Tag zuvor hatte er sich erstmals selbst öffentlich zu seinem umstrittenen Kredit bei der Familie Geerkens geäußert.

Donnerstag, 16. Februar 2012

Lokalnews.de macht dicht

Das Projekt lokalnews.de war das erste deusche Lokalblog, das von einem Verlag finanziert wurde. Berichtet wurde über die Region um Passau. Doch der Versuch hat sich finanziell nicht gelohnt. Im Interview mit netzleser.de erklärt der Gründer Daniel Wildfeuer, warum.

Er schreibt: "Regionale Werbekunden setzen immer noch sehr stark auf Printanzeigen und es ist sehr schwer ihnen die Möglichkeiten und Chancen von Internetwerbung näher zu bringen."

Das komplette Interview gibts hier.